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Hunde-Klickertraining

Die Geheimnisse des “KLICK”: so sollen auch Rabauken gehorchen.

Das Klickertraining (auch unter den Namen „Clickertraining“ oder Klicktraining bekannt geworden) ist seit über 10 Jahren nicht mehr aus der Hundeausbildung wegzudenken.

Ursprung des Klickertrainings: Delfintraining.Ursprung des Klickertrainings: Delfintraining.

Diese Methode stammt ursprünglich aus der Dressur von Meeressäugern wie Schwertwalen und Delphinen, bei denen die herkömmlichen Erziehungsmethoden wie verbales Lob oder Leinenkommandos nicht einsetzbar sind.

Im Prinzip beruht das Klicktraining auf einer Konditionierung. Der Hund lernt, dass nach einem Geräusch eine Belohnung für ihn bereit steht. Hier wird ein „Klick“ eingesetzt, es könnte aber auch ein Gong oder ein Pfiff sein, der Vorteil beim Klicker ist, dass das Geräusch stets sehr einheitlich ist, die Belohnung nach dem erwünschten Verhalten durch den Klicker sekundenschnell ankommt, Belohnungen wie „Futtergabe oder Streicheln“ können niemals so schnell erfolgen.

Darin liegt der große Vorteil des Klickertrainings. Diese Methode erinnert an die Hunde - Versuche von Iwan Petrowitsch Pawlow, der die Reflexe und Konditionierung des Speichelflusses von Hunden erforschte.

Schöner Klicken: Klassischer Metallknacker.Schöner Klicken: Klassischer Metallknacker.Bild: Wikipedia (GNU)

Für das Clickertraining braucht man ein kleines Gerät, welches Knackgeräusche hervorbringt. Der Zoofachhandel bietet spezielle Klicker an, man kann auch einen einfachen Knackfrosch nehmen, den man im Spielzeugladen bekommt, der sieht sogar noch schöner aus und mach prima Knackgeräusche.

Bei geräuschempfindlichen Hunden kann allerdings das Gewöhnen an den Klicker, geraume Zeit dauern. Notfalls ist auf einen sehr leisen Klicker auszuweichen. Beim falschen Einsatz, eines zu lauten Klickers, könnte der Hund das Geräusch, sonst mit einem Strafreiz gleichsetzen.

Zum Ablauf: in der ersten Trainingsphase muss das für den Hund zunächst sinnlose Klickgeräusch mit einer Bedeutung “aufgeladen” werden.

Klicktraining: Sehr effektive Erziehungsmethode.Klicktraining: Sehr effektive Erziehungsmethode.Bild: Wikipedia (GNU)

Dafür klickt der Trainer und belohnt direkt anschliessend den Hund mit einem Leckerbissen (etwas, das schnell mit einem Happs verspeist werden kann). In einer Sitzung wird diese Prozedur bis zu 20 mal durchgeführt, schlaue Hunde bemerken den Zusammenhang zwischen Klick und Belohnung bereits nach 10 Klicks.

Man kann von einer erfolgreichen Aufladung ausgehen, wenn der Hund nach einem Klick aufmerksam auf den Trainer schaut und offensichtlich die Belohnung erwartet.

Ist nach einigen Tagen die Verbindung zwischen Klick und Belohnung gesichert, beginnt das eigentliche Training. Dazu hält der Hundeausbilder in seiner Hand den Klicker bereit. Dann wartet man Handlungen des Hundes ab, die man belohnen möchte. Geht man zum Beispiel mit seinen Hund: „Bei Fuß“ und bleibt dann stehen, wird das selbstständige Hinsetzen des Hundes, mit einem Klick bestätigt. Gleich danach erfolgt eine Belohnung, in Form einer Futtergabe.

klickerClicker aus dem Zoogeschäft. Bild: Wikipedia (GNU)

Durch mehrfaches Wiederholen des Ablaufes: „Erwünschtes Verhalten = Klick = Belohnung“, lernt der Hund, das „Klicken“ mit einer Belohnung zu verknüpfen. Hat der Hund, dieses System erst einmal verstanden, wird er alleine versuchen, durch sein Verhalten den erwünschten Klick zu bekommen. Manche Hunde testen dann regelrecht, mehrere Verhaltensweisen aus, um den Klick und die damit verknüpfte Belohnung zu erhalten. Das macht den Hunden Spaß und erlaubt ein gewaltfreies und frustfreies Training für den Hund. Der Hund hat nicht das Gefühl vom Besitzer gegängelt zu werden, sondern selbstständig zu agieren.

Wichtig: später erfolgt nicht mehr auf jeden Klick eine Futtergabe, die Verstärkung (Belohnung) kommt für den Hund jetzt nur noch ab und zu und ist für ihn nicht eindeutig vorhersehbar. Das ist wie bei einem Spielsüchtigen. Man erwartet den Gewinn, spielt aber auch weiter, wenn dieser ausbleibt.

Links zum Thema Klickertraining finden Sie auch in unserem Hundelinks-Webkatalog.

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